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Coding Agents im Duell: Cursor, Claude Code und OpenCode im Vergleich

Drei Agenten, eine Aufgabe: Baue eine neue Endpoint-Struktur. Wer denkt am saubersten? Wer braucht die meisten Korrekturen?

Coding Agents im Duell: Cursor, Claude Code und OpenCode im Vergleich

Die Frage, die mir in letzter Zeit am häufigsten gestellt wird: "Welchen Coding-Agenten soll ich nehmen?"

Ich habe drei davon gegeneinander antreten lassen.

Die Kandidaten

  • Cursor: Der etablierte Platzhirsch. Komfortabel, cloudbasiert.
  • Claude Code: Der Neue von Anthropic ↗ - nativ im Terminal, keine GUI.
  • OpenCode: Der Open-Source-Herausforderer. Lokal, kostenlos, unabhängig. (Mehr zum lokalen Setup gibt's im Artikel zu OpenCode.)

Die Aufgabe: Eine neue Endpoint-Struktur für eine kleine private API bauen, die ich in meinem Blog nutze.

Runde 1: Schnelligkeit

Cursor war am schnellsten. Die Integration in VS Code ist so nahtlos, dass ich kaum gemerkt habe, dass ich nicht selbst schreibe. Claude Code war direkt - kein GUI, kein Setup, einfach los. OpenCode brauchte am längsten, weil ich zuerst das richtige Modell laden musste – wie ich meine lokale Infrastruktur dafür aufgesetzt habe, beschreibe ich in [Self-Hosting-Infrastruktur](/blog/self-hosting-infrastruktur-ollama ↗-plus/).

Runde 2: Code-Qualitat

Claude Code hat den saubersten Code geliefert. Strukturiert, kommentiert, mit Typen und Fehlerbehandlung – genau die Qualität, die ich auch in meinem KI-gestützten Code-Review anstrebe. Cursor war gut, aber oberflächlich. OpenCode lag dazwischen: Solide, aber mit kleinen Unsauberkeiten.

Runde 3: Autonomie

OpenCode hat mich überrascht. Ich habe ihm die Aufgabe gegeben und bin eine halbe Stunde weggegangen. Als ich zurückkam, war alles fertig: Code, Tests, eine kurze Doku und ein Commit-Vorschlag.

Cursor hatte ich jede Zwischenentscheidung bestatigen müssen. Claude Code hat nachgefragt, als er sich unsicher war. OpenCode hat einfach gemacht.

Runde 4: Halluzinationen

Claude Code halluziniert am seltensten. Cursor hat zweimal API-Endpunkte erfunden, die es gar nicht gab. OpenCode hat einmal versucht, eine Abhängigkeit zu installieren, die nicht existiert.

Mein Fazit

Es gibt keinen Gewinner. Es gibt nur den richtigen Agenten für die richtige Aufgabe.

Für schnelle Sachen, wenn ich im Flow bin: Cursor. Für saubere Architektur: Claude Code. Für Aufgaben, die laufen sollen, wahrend ich Kaffee trinke: OpenCode.

Und manchmal - wenn ich ehrlich bin - schreibe ich es einfach selbst. Weil Programmieren ja auch Spaß macht.